Gewässer

Der Angelverein Bimbach pflegt und bewirtschaftet eine Teichanlage in Hemmen, die hauptsächlich zur Zucht genutzt wird, sowie 2 Gewässerabschnitte der Lüder und der Fulda.

Unser Hauptgewässer, die Lüder, entspringt im Vogelsberg aus 2 Quellen, beide Lüder genannt. Unterwegs sammelt die Lüder etliche Bäche und kleine Flüsse auf. Die wichtigsten Zuflüsse sind der Moosbach, die Schwarza, die Jossa und die Kalte Lüder. Insgesamt ist die Lüder 36,4 Kilometer lang und hat dabei einen Höhenunterscheid von 325 Metern zurückgelegt. Nach der Einmündung in die Fulda verliert die Lüder ihren Namen und fließt zusammen mit ihr in die Weser, die schließlich in die Nordsee mündet. Die Lüder bezeichnet man als Äschen- und Forellengewässer.

Fischarten 
(Die folgenden Beschreibungen waren für Kinder/Jugendliche verfasst worden)

Bachforelle
Die Bachforelle ist wohl eine der beliebtesten Fischarten unter den Anglern. Es macht viel Spaß auf sie zu angeln und sie schmeckt natürlich auch hervorragend. Bachforellen sind sehr schön gefärbt. Sie haben oft einen braun/grünen Rücken, eine silberne Seite und einen gelblichen Bauch.  Auf der Seite befinden sich die markanten roten Punkte. Im Schnitt sind Sie 20-35 cm groß und wiegen 200 – 500gr. Sie fressen hauptsächlich kleine Krebse, Fliegen, aber auch kleine Fische.

Äsche
Die Äsche besitzt mehrere unverwechselbare Eigenheiten. Sie besitzt eine auffallend große Rückenflosse, ähnlich einer Fahne. Ihre Pupillen laufen spitz zu und ähneln in der Form einer Birne. Das Fleisch der Äsche riecht leicht nach Thymian, so entstand auch ihr lateinischer Name Thymallus thymallus. In Größe und Ernährung ähnelt sie der Bachforelle. Leider ist die Äsche bei uns und im Rest von Deutschland sehr selten geworden, was wohl an der Qualität des Wassers liegt.

Flussbarsch
Der Flussbarsch fällt durch seine Rückenflosse auf. Diese besitzt Stacheln, an denen man sich sehr leicht stechen kann. Die Flossen sind rot bis orange gefärbt, während der Körper grünlich ist und schwarze Streifen besitzt. Barsche wachsen sehr langsam und werden bei uns meist 15-30 cm groß. Für 30cm benötigen sie ca. 6-8 Jahre. Barsche sind Räuber. Als kleine Barsche jagen und leben sie in Gruppen (Schulen), während große Barsche eher zu Einzelgängern werden. Barsche findet man in fast allen Gewässern Europas. Sie sind meist die ersten Fische die neue Gewässer besiedeln. Ihr klebriger Laich bleibt im Gefieder von Wasservögeln hängen, die ihn dann somit im Umkreis verteilen. Er gehört somit zu den Pionieren der Fischwelt.

Hecht
Der Hecht ist der Räuber schlechthin in unseren Gewässern. Alles am Hecht ist auf das Jagen spezialisiert. Sein Körper ist raketenförmig und die grün/braunen Farben dienen zur Tarnung. Die ca. 700 Zähne in seinem riesigen Maul sind nach innen gerichtet und lassen nichts mehr aus ihren Fängen. Hechte fressen fast alles was sich unter oder über Wasser bewegt und in ihr Maul passt. Hechte sind meist 60-70 cm groß, erreichen aber nicht selten eine Größe von über 1 Meter. In manchen Seen wurden schon Hechte mit 1,50 Meter gefangen. Dabei handelt es sich eindeutig um Weibchen, da männliche Hechte maximal 90 cm groß werden.

Aal
Der Aal ist wohl einer der seltsamsten Fische in unseren Gewässern. Er ähnelt einer Schlange und ist im Gegensatz zu diesen aber tatsächlich schleimig. Aale passen sich ihrer Nahrung an und können als Spitzkopfaal oder Breitkopfaal vorkommen. Spitzkopfaale ernähren sich hauptsächlich von Kleinkrebsen, Würmern und Insektenlarven während Breitkopfaale kleine Fische jagen. Aale können sogar gewisse Zeit an Land überleben. Sie verschließen dann Ihre Kiemen und können zusätzlich Sauerstoff über die Haut aufnehmen. Aale sind leider vom Aussterben bedroht, da sie auf der Reise zu ihrem Laichgebiet von Wasserturbinen getötet werden und die kleinen Babyaale illegal gefangen, verkauft und verspeist werden. Dabei hat es der Aal sowieso schon nicht leicht, da er zum Laichen 5000 Kilometer bis nach Südamerika schwimmt. Nur dort kann sich der Aal fortpflanzen. Wie genau das funktioniert ist jedoch bis heute nicht bekannt.

Karpfen
Karpfen sind in der Lüder theoretisch nicht heimisch. Durch Aufstauung des Wassers durch die Wehre vor den Mühlen hat der Karpfen jedoch auch in der Lüder einen interessanten Lebensraum gefunden. Er ist ist schon vor etlichen Jahrzehnten über den Moosbach (Ablassen des Niedermooser Sees) in die Lüder gelangt Karpfen gibt es in verschiedenen Formen, Farben und mit verschiedenen Schuppenkleidern. Sie können komplett geschuppt sein oder nur wenige oder auch gar keine Schuppen besitzen. Karpfen sind meist am Boden auf Futtersuche und wühlen dabei Schlamm auf, was manchmal durch aufsteigende Blasen zu erkennen ist. Karpfen sonnen sich gern und sind dann gut zu beobachten. Karpfen sind meist zwischen 35-60 cm lang und 1-3 kg schwer. Sie können jedoch Längen über einem Meter und Gewichte über 30 kg erreichen.

Neben diesen Fischen, die für uns Angler interessant sind, leben noch viele weitere Arten in der Lüder, wie Rotaugen, Rotfedern, Döbel, Elritzen, Gründlinge, Quappen , Ukeleien und viele mehr! 

Aber was fressen die Fische eigentlich?
Auch in unseren Flüssen und Seen gibt es eine Nahrungskette. Am Anfang steht das so genannte Phytoplankton. Dieses besteht hauptsächlich aus Algen und teilweise aus Bakterien. Das Phytoplankton dient als Nahrung für das Zooplankton. Das Zooplankton, das von unseren Fischen gefressen wird, besteht unter anderem aus Kleinkrebsen, Würmern und Insektenlarven. Selbstverständlich stehen nicht nur die Larven von Fliegen und Insekten auf dem Speiseplan, sondern auch die Fliegen selbst, wenn diese auf dem Wasser landen. Ab einem gewissen Alter fangen die Raubfische an, andere Fische zu jagen, während sich die Friedfische weiterhin von Zoo- und Phytoplankton ernähren.

 

Beispiele für Zooplankton: